Anmeldung

Ich will an den folgenden Veranstaltungen teilnehmen:
Bitte beachten Sie, dass der Workshop bereits gefüllt ist. Gerne nehmen wir Ihnen Namen auf die Warteliste.

 Multiply Futures Workshop 22/05/2014  Multiply Futures Symposium 23/05/2014



*Pflichtfelder. Sie erhalten eine Bestätigungsmail. Bitte beachten Sie, dass die Reservierung bindend ist und lassen Sie uns rechtzeitig wissen, wenn Sie verhindert sind, damit wir Ihren Sitzplatz anderen Personen zur Verfügung stellen können.


INTERNATIONAL
DESIGN
SYMPOSIUM
22/23-05-2014
LINZ
AUSTRIA

Do, 22-05-2014

10:00
Workshop
The End of an Era

In diesem futurologischen Workshop probieren Sie aus, wie die Zukunft des Design aussehen könnte.

Location: Lentos Kunstmuseum
Ernst-Koref-Promenade 1, 4020 Linz

19:00
Release Party
splace magazine

Location: Raumschiff
Hauptplatz 5, 4020 Linz

Fr, 23-05-2014

10:00
Talks
Designing the future
The future of design
Designing the society

Location: Audimax, Kunstuniversität
Kollegiumgasse 2, 4010 Linz

Die Aufgaben, Bedürfnisse und Methoden der Gestaltung ändern sich mit den ökonomischen, technologischen und sozialen Veränderungen einer Gesellschaft. So gehen künstlerische Strömungen – wie etwa das Bauhaus oder die Situationistische Internationale – oft mit einem Paradigmenwechsel einher und dienen als Barometer für den Zustand einer Gesellschaft. Doch lässt sich daraus auch die Zukunft ableiten? MULTIPLY FUTURES erörtert die gesellschaftliche Rolle von Design und diskutiert mögliche und unmögliche Zukunftsszenarien.
 
»Früher war die Zukunft auch besser«, sagte schon Karl Valentin. Die Erfahrungen der wirtschaftlichen Krisen der vergangenen Jahre lässt die Zukunft eher düster erscheinen. Veränderte Arbeitsbedingungen führen zu prekären Lebensverhältnissen.
 
Gleichzeitig entstehen neue Arbeitsmodelle und Produktionsbedingungen, die die klassischen Design-Praktiken revolutionieren. Dazu gehören eine fortschreitende Digitalisierung, der Verlust des Realen und ein Transfer in die Wolke. Doch verliert das Printdesign seine Bedeutung vollkommen? Welche neuen Interfaces werden uns in Zukunft begegnen? Welche Formen und Werkzeuge wird das Design der Zukunft benötigen? Und wie wird sich die gestalterische Praxis selbst verändern? Geladen sind DenkerInnen und PraktikerInnen, die sich mit Zukunftsfragen in der Gestaltung beschäftigen und somit mögliche Veränderungen antizipieren.

Speakers

Björn Franke

Björn Franke (DE)

Björn Franke ist Senior Lecturer für Theorie und Geschichte des Design an der Universität für angewandte Kunst Wien, Dozent an der Zürcher Hochschule der Künste sowie Gastdozent am Royal College of Art in London. Fellowships an der Akademie Schloss Solitude und Artist Residency Schloss Balmoral. Seine Arbeit wurde international publiziert und ausgestellt, zuletzt im Design Museum Holon in Israel und in der Kunsthalle Mainz in Deutschland. Sein Forschungsschwerpunkt liegt in der Beziehung von Design, Technologie und Philosophie – insbesondere wie die verändernde technologische Umwelt das menschliche Verhalten, Beziehungen und Selbstverständnisse beeinflusst.

Björn Franke (DE)

The Future, the Possible and the New
Die Gegenwart ist besessen von der Zukunft, dem Neuen, Wandel und Innovation. Schließlich geht es im Design doch immer um die Zukunft. Kaum jemand glaubt, dass die Zukunft wie die Gegenwart oder die Vergangenheit aussehen wird. Vielmehr scheint es der Vorstellung von Zukunft inhärent zu sein, dass die Dinge anders als in der Gegenwart zu sein haben. Allerdings gibt es nicht nur eine definitive Zukunft, sondern viele Zukünfte. Darum sollten wir eher von Möglichkeiten sprechen, wodurch die Zukunft zu einer Frage der Gestaltung, nicht des Schicksals wird. Nicht zuletzt werden Möglichkeiten erst im Nachhinein als solche wahrgenommen – denn was möglich sein könnte, mag heute noch undenkbar sein.

www.bjornfranke.com

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Ann Kristina Simon, Bold Futures (DE)

Ann-Kristina Simon arbeitet seit ihrer Graduierung als freiberufliche Kommunikations- und Service-Designerin, unter anderem für die Servicedesignagentur Think Public, das Helen Hamlyn Centre for Design, das Royal College of Art und das Grafikdesign-Magazin GRAFIK. Seit 2011 ist sie Partnerin bei Bold Futures, einem Studio für Innovationskommunikation in Berlin. Hier arbeitet sie für innovationsorientierte Unternehmen und Forschungseinrichtungen an der Exploration und Kommunikation von zukünftigen Produkten und Services. Sie ist Referentin der Designinitiative Graphicbirdwatching, deren Ziel die Vernetzung und Förderung von Grafikdesignerinnen weltweit ist. In dieser Funktion organisiert und moderiert sie Vortragsreihen, Themenabende und Netzwerkveranstaltungen in Berlin und London.

Ann Kristina Simon, Bold Futures (DE)

Design Fictions als Tool in der Innovationskommunikation
Design Fictions sind spekulative, aber grundsätzlich in der Zukunft realisierbare Produkte oder Dienstleistungen, die mittels Interaktionen, Objekten, Filmen oder Visualisierungen simuliert und kommuniziert werden. Diese Artefakte “aus der Zukunft” machen plausible Zukünfte greif- und debattierbar. Sie verweisen aus sich heraus auf die Gesellschaften und Lebenswelten, in denen sie (ökonomisch, technisch, politisch) möglich wären und fragen nach ihrer jeweiligen Wünschbarkeit. Zukunftsszenarios werden durch die Kommunikation von konkreten Applikationen und ihren Implikationen greifbar, vorstellbar und letztlich insbesondere für Nicht-Experten besser debattierbar und erlauben ihre konzeptionelle Weiterentwicklung. So eignen sich Design Fictions für empirische und dialogische Zukunftsforschung, Wunschforschung, Innovationskommunikation, Meinungsbildung und Produktentwicklung. – Im Vortrag wird es darum gehen, wie Design Fictions von öffentlichen und privaten Organisationen genutzt werden, um Zukünfte oder Innovationen entweder zu erforschen oder zu verkaufen.

www.bold-futures.com

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Bianca Elzenbaumer und Fabio Franz, Brave New Alps (IT)

Immer mehr junge GestalterInnen wollen sich in ihrer Arbeit mit gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Themen auseinandersetzen. Für viele ist es nämlich klar, dass auch sie durch ihre kreative Arbeit die Richtung zukünftiger Entwicklung mitbestimmen können. Diese GestalterInnen finden sich aber oft schnell in einem Konflikt zwischen dem Wunsch komplexe Themen kritisch anzugehen und der Notwendigkeit mit ihrer Arbeit auf einem kompetitiven, unterhaltungshungrigen Markt zu überleben. In unserem Beitrag beleuchten wir an Hand von praktischen Beispielen die Vor- und Nachteile von Arbeitsstrategien, durch die sich GestalterInnen Platz machen, um auf wichtige Themen einzugehen.

Bianca Elzenbaumer und Fabio Franz, Brave New Alps (IT)

Immer mehr junge GestalterInnen wollen sich in ihrer Arbeit mit gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Themen auseinandersetzen. Für viele ist es nämlich klar, dass auch sie durch ihre kreative Arbeit die Richtung zukünftiger Entwicklung mitbestimmen können. Diese GestalterInnen finden sich aber oft schnell in einem Konflikt zwischen dem Wunsch komplexe Themen kritisch anzugehen und der Notwendigkeit mit ihrer Arbeit auf einem kompetitiven, unterhaltungshungrigen Markt zu überleben. In ihrem Beitrag beleuchten Brave New Alps an Hand von praktischen Beispielen die Vor- und Nachteile von Arbeitsstrategien, durch die sich GestalterInnen Platz machen, um auf wichtige Themen einzugehen.

www.brave-new-alps.com

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Daniel van der Velden, Metahaven (NL)

Daniel van der Velden ist Grafik-Designer und Autor. Er studierte an der Willem de Kooning Academy in Rotterdam und Jan van Eyck Academie in Maastricht. Gemeinsam mit Maureen Mooren arbeitete er von 1998–2007 an innovativen Projekten im Bereich Editorial und Identity Design. Nach der Entwicklung der Seland Identität an der Jan Van Eyck Academie, gründetete er gemeinsam mit Vinca Kruk Metahaven – ein Studio für Design, Forschung und Schreiben. Daniel ist Senior Critic an der Yale University und Tutor am Sandberg Instituut Amsterdam. Darüber hinaus lehrte er am Institut für Medienwissenschaft der Universität von Amsterdam.

Daniel van der Velden, Metahaven (NL)

www.metahaven.net

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Markus Hanzer (AT)

Markus Hanzer studierte Kunst und Werkerziehung an der Hochschule für angewandte Kunst Wien. Ab 1979 freier Grafiker und Illustrator. 1980 bis 1987 TV-Designer beim ORF. 1987 bis 1991 Chefdesigner von SAT.1 im Auftrag der Beta Technik in München. 1991 bis 1995 Leitung der ORF Grafik. 1995 bis 2006 Creative Director bei der Agentur DMC – design for media and communication in Wien. 2006 bis 2010 Partner der Agentur für Marken, Design und Technik – mira4. Seit 2011 selbständiger Kommunikationsdesigner. Seit 2014 im Vorstand von designaustria. Lehrtätigkeiten an der Fachhochschule Salzburg/MultMediaArt, Universität für angewandte Kunst Wien und Kunstuniversität Linz.

Markus Hanzer (AT)

Jahresrückblick 2015
Wir erleben uns in einer Zeit des technologischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Wandels. Der Versuch eines Jahresrückblicks auf das vor uns liegende Jahr 2015 beleuchtet sowohl die Chancen, als auch die Gefahren, mit denen wir uns konfrontiert sehen. Die Entwicklungen lassen sich nicht stoppen. Es besteht jedoch auch kein Grund lediglich eine passive Haltung einzunehmen. In einer von Menschen dominierten Welt, kann sich alles über Nacht ändern, wenn wir es nur wollen. Welche Rolle könnte gestalterischer, formgebender Arbeit in diesen Prozessen der Veränderung zukommen?

www.hanzer.at

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Georg Russegger (AT)

Georg Russegger ist Kurator und Projektmacher. Nach seiner Promotion in Medienanthropologie absolvierte er ein Postdoc-Programm an der Tokyo National University of the Arts. Als Festivalmacher waren das CODED CULTURES Festival, das Japan Media Arts Festival, das NEUNOW Festival relevante Partner. Als Projektentwickler arbeitete er für die Kunstuniversität Linz im Rahmen der Europäischen Studiengangentwicklung Ludic Interfaces an der Abteilung Interface Cultures. Aktuell ist er Projektleiter des Artistic Entrepreneurship Netzwerks bei ELIA Amsterdam und Kurator des Vienna Open Festivals.

Georg Russegger (AT)

Zukunft der Arbeit?
Ob die Arbeit so wie wir sie heute kennen eine Zukunft hat ist fraglich. Werden wir uns mit Arbeit überhäufen, dahinter verschanzen und dabei ausbrennen? Die Verantwortung dafür liegt nicht nur auf einer systematischen Ebene, sondern auch in einer Individual- und gruppendynamischen Philosophie. Sennets These Arbeit verändere sich zu flexibilisierten, mobilisierten Arbeitsumgebungen und Menschen scheint plausibel. So entstehen etwa neue Arbeitsmodelle und so genannte EPUs (Ein-Personen-UnternehmerInnen), die sich individueller Arbeitspraktiken bedienen. Der Vortrag widmet sich diesen neuen Arbeitsmodellen, Co-Working-Umgebungen, Shared Spaces, offenen und geteilten Arbeitsmitteln und handelt von Überlebensstrategien sowie Ökonomiesystemen und deren Auswirkungen auf unser Verständnis von Arbeit und dessen Organisation.

www.viennaopen.net

Workshop: The End of an Era

Leider: der Workshop ist bereits ausgebucht! Bitte melden Sie sich dennoch an, wir nehmen Sie auf die Warteliste und geben Bescheid, sobald ein angemeldeter Teilnehmer absagt.

Mit Ann Kristina Simon und Bernd Hopfengärtner

Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen. Was? Darum soll es gehen. Sie sind die GewinnerIn eines zukünftigen Design Awards: für welche Arbeit werden Sie prämiert und in welcher Kategorie? Wie ist ihr Werdegang, haben Sie Design studiert oder Statistik oder Anthropologie? Für wen arbeiten Sie? Und wer verleiht den Preis? Eine Urkunde ist Ihnen sicher, der Rest steht in den Sternen.

Ann-Kristina Simon von Bold Futures und Bernd Hopfengärtner werden im Rahmen des eintägigen Workshops mit Ihnen die kommende Aufstellung des Designs in den Blick nehmen und Fragen nach den Aufgabengebieten, den Akteuren, den Grenzen der Disziplin untersuchen. In diesem futurologischen Workshop probieren Sie aus, wie die Zukunft des Design aussehen könnte. Wer weiß, vielleicht sind Sie bereits jetzt in diesem neuen Metier tätig?

Location: Lentos Kunstmuseum
Ernst-Koref-Promenade 1, 4020 Linz

Register for Workshop!

Programm

Tag 1: 22-05-2014

10:00
Workshop »The End of an Era«

Mit Ann Kristina Simon von Bold Futures (DE) und Bernd Hopfengärtner (DE)

19:00
Release Party »splace magazine«

Die Kunstuniversität Linz präsentiert mit splace erstmals ein digitales Magazin, das über aktuelle Positionen und Themen der Kunst-, Kultur- und Medienlandschaft informiert. Die erste Ausgabe beleuchtet das Thema „Raum“ und eröffnet damit neue Räume: je nachdem, ob das Tablet senkrecht oder waagrecht gehalten wird, lassen sich unterschiedliche Versionen der Beiträge entdecken – Lesen reicht nicht, splace muss man erleben!

Tag 2: 23-05-2014

9:30

Registrierung für das Symposium

10:00
Einführung

Rektor Reinhard Kannonier und Tina Frank

10:45
Designing the future

Björn Franke »The Future, the Possible and the New« (Wien, AT)
Ann Kristina von Bold Futures »Designing Fictions« (Berlin, DE)

13:45
The future of design

Bianca Elzenbaumer und Fabio Franz »Brave New Alps« (IT)
Daniel van der Velden »Metahaven« (NL)

16:15
Designing the society

Georg Russegger »Zukunft der Arbeit?« (Wien, AT)
Markus Hanzer »Jahresrückblick 2015« (Wien, AT)

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About

Das internationale Design Symposium – seit 2010

Bereits zum dritten Mal organisiert das Team der Studienrichtung Visuelle Kommunikation der Kunstuniversität Linz das  Symposium als eine Plattform zur Diskussion der Veränderungen und interdisziplinären Entwicklungen im Bereich von Design und visuellen Medien.

Mit mehr als 150 BesucherInnen bringt MULTIPLY internationale Sprecherinnen und Sprecher aus einer breit gefächerten Auswahl von Disziplinen nach Linz, um themen­bezogen den Austausch zwischen kreativen, künstlerischen und wissenschaftlichen Positionen herzustellen.

Eintritt frei – eine besondere Wertschätzung

Als öffentliche Einrichtung bieten wir alle Vorträge ohne Einschränkung an. Daher ist der Eintritt frei. Dennoch bitten wir Sie, sich für das Symposium und besonders den Workshop zu registrieren, da wir leider nur eine beschränkte Anzahl an Plätze anbieten können.

Anfahrtsplan

multiply-futures-linz-anfahrt2014

MULTIPLY FUTURES findet mitten in Linz statt. Mit dem Zug ist Linz jederzeit gut erreichbar, die Straßenbahn bringt Sie direkt ins Zentrum zur Station »Hauptplatz«. Planen Sie ihre Route mit der Open Street Map.

Multiply Organisationsteam

Mulitply team

Kuratiert von Tina Frank
Team: Brigitte Höfler, Marianne Pührerfellner, Nataša Siencnik
Webseite: Elvira Stein (Design),
Sarah Hiebler (Umsetzung)

In Zusammenarbeit mit Lentos Kunstmuseum und Raumschiff Linz dient das Symposium allen Interessierten – Experten und Studierenden – zur Auslotung und Erkundung aktueller Fragestellungen im Bereich von Design und visuellen Medien.

#mupl2014

2014-04-29 15.26.44

Verwenden Sie für Ihre Twitter, Instagram und Facebook Einträge zu Multiply Futures den Hashtag #mupl2014!

In etwas mehr als einer Stunde von Wien entfernt treffen Sie internationale DesignerInnen, KünstlerInnen und Fachleute aus Wirtschaft und Wissenschaft, um über die Zukunft von Design zu diskutieren.

Kontaktieren Sie uns

Kunstuniversität Linz
Institut für Medien
Visuelle Kommunikation

Tina Frank
Hauptplatz 8, 4010 Linz, Österreich
+43 732 7898 375
gdf.info@ufg.ac.at
www.ufg.at